Mit allen Sinnen

 

Von Kind auf hat der Mensch mit Texten zu tun. Erst sind es einzelne Buchstaben, die es wissbegierig zu entdecken gilt, dann ganze Sätze, schliesslich zusammenhängende Texte. Beim Lesen werden Bilder geweckt, die seit jeher da waren oder die sich laufend neu schaffen. Dieser Prozess findet vorwiegend im Kopf statt. Doch Wörter und Texte können zugleich höchst sinnlich sein und durch alle Sinne erfahren werden. 

In lockerer Folge veröffentliche ich hier meine Gedanken zur Sinnlichkeit von Wörtern, Buchstaben, Texten.

Hingehört und reingeschnuppert

Den Aspekt des Aussehens von Text habe ich bereits erörtert. Doch kann man einen Text auch riechen und hören? Aber klar! "In zartem Rascheln enthüllte die prall gefüllte Magnolienknospe allmählich ihre rosa Blütenblätter und überströmte den Garten mit ihrem Duft." - Haben Sie beim Lesen dieses Satzes nicht auch für einen kurzen Moment den Frühling gespürt? Es geht natürlich auch weniger verzückt und pathetisch, dafür umso lauter und schriller: "Blitzgezacke spaltete den Himmel."

Archiv "Mit allen Sinnen" (PDF)

 

 

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